Biographie I biography

„Nina Kupczyk hat in der Vergangenheit durch eine ganze Reihe überaus gelungener Arbeiten auf sich aufmerksam gemacht, etwa „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Zuletzt setzte sie sich unter dem hübsch sperrigen Titel „urmozart@amadeus_total.kind.de“ auf faszinierende Weise mit Mozart auseinander. Der Regie-Guru Peter Konwitschny adelte Nina Kupczyk mit der Feststellung: „Sie können Theater entfesseln.“ (Hamburger Abendblatt, April 2013) 

Nina Kupczyk arbeitet als Regisseurin und Autorin für Theater und Film.

Nina Kupczyk stammt aus einer Bremer Künstlerfamilie, in Nachfolge des Komponisten Henryk Wieniawski und begann im Alter von 8 Jahren ihre Bühnenlaufbahn in zahlreichen Rollen und einer Ausbildung zur Tänzerin am Bremer Theater am Goetheplatz bei Lothar Hammes, 1. Solotänzer bei Johann Kresnik und Reinhild Hoffmann. Gleichzeitig erhielt sie Violinunterricht bei der Mutter, die Geigerin und Violin-und Klavierpädagogin ist und beim Vater Franz-Josef Kupczyk (+ 2012), der jahrzehntelang 1. Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Bremen, der Bayreuther Festspiele und Professor für Violine in Bremen und Tokio war. 1990 erhielt Nina Kupczyk auch eine Filmrolle in der ARD-Produktion „Die Geschichte mit Armin“ unter der Regie von Hilde Lermann.

Nina Kupczyk studierte „mit Auszeichnung“ Musiktheater-Regie an der Theaterakademie Hamburg der Musikhochschule Hamburg bei Wolfgang Willaschek, Peter Konwitschny, Calixto Bieito, Dr. Kerstin-Schüssler-Bach, Prof. Ulf Schirmer, Andreas Kriegenburg u.v.a., sowie Diplompsychologie an der Universität Bremen – Abschlussarbeit „Kunst als rechtsfreier Raum“.
Sie bekam ein Stipendium der Musikhochschule Hamburg, des Richard Wagner Verbandes und des internationalen Forums des Berliner Theatertreffens.
Sie hospitierte und assistierte prägend u.a. bei Günter Krämer, Werner Schroeter, Peter Konwitschny und Andreas Homoki an zahlreichen Häusern wie dem Theater Bremen, der Hamburgischen Staatsoper und der Komischen Oper Berlin.
Regie-Meisterkurse bei Peter Konwitschny und bei Peter Michael Hamel zur multimedialen Komposition und Weltmusik rundeten ihr Studium ab.

Bereits während ihres Studiums an der Theaterakademie brachte sie 2007 unter ihrer Regie ihr erstes Theaterstück (»Des Kindes Mozart@sotto voce in der Nacht«) bei Radio Bremen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg heraus, das sie mit Studio Hamburg verfilmte. Der Film wurde 2009 von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden als »wichtige filmische Arbeit, die auf ein Theater im Film hinausweist« ausgezeichnet.

Zu ihren bisherigen Inszenierungen zählen: »Der Kaiser von Atlantis« von Victor Ullmann an Hamburgischen Staatsoper, die Kinderoper »La figlia del Mago« an der Oper Kiel, wozu sie auch die Bühnenfassung schrieb, »Amadeus Superstar« am Monsun Theater Hamburg und Theater unterm Dach Berlin (als „bemerkenswert dicht gearbeitete Theaterfantasie“ (Hamburger Abendblatt), Cosi fan tutte am Opernloft Hamburg, diverse Liederabende, Chorprojekte und soziale Projekte, »Vanitas_Everyman« in der Reihe Black Box 20_21 in der Opera Stabile der Hamburgischen Staatsoper, ein Gedichtzyklus des russischen Dichters Daniil Charms, „was ein Prophet auch künde“ in der Reihe „After Work“ der Hamburgischen Staatsoper.

Am 1.12. 2018 hat RUSALKA (Antonín Dvořák) am Theater Hagen Premiere und am 22.3. 2019 Kalif Storch an der Philharmonie Luxembourg

Seit der Spielzeit 2014/15 schreibt und konzeptioniert Nina Kupczyk in 4 Sprachen für die Philharmonie Luxemburg und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg neue Formate mit internationalen Teams, Ensembles und Musikern für junges Publikum.

Hier entstanden bislang:

»Peer Gynt 2.0« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (/Orchesterprojekt)
»Vivaldis letzter Tanz« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Der Zauberlehrling« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Die Sterntaler« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung
»Aschenputtel« Philharmonie Luxemburg,  Regie und Text (deutsch, französisch), Komposition Ivan Boumans Koproduktion der Philharmonie Luxemburg/Uraufführung mit Festival Lucerne/Schweizer Erstaufführung

»Bout’chou«, Philharmonie Luxemburg, Regie und Text (deutsch, englisch, französisch, luxemburgisch)
»Loopino 2016/17« Philharmonie Luxemburg,  6-teilige Projektreihe mit 6 internationalen Ensembles, Regie und Text (luxemburgisch, französisch) / Uraufführungen. Hier entstanden Zusammenarbeiten mit Haoxing Liang, Jean-Marc Apap, dem Armida-Quartett, Asya Fateyeva, Anneleen Lenaerts, Ramón Ortega Quero, dem Gemüseorchester Wien u.v.a.
»Nussknacker“ Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Loopino 2017/18« Philharmonie Luxemburg,  5-teilige Projektreihe mit 5 internationalen Ensembles, Regie und Text (luxemburgisch, französisch) / Uraufführungen. Hier entstanden Zusammenarbeiten mit Fabrice Millischer, dem Trio Koch, Adélaïde Ferrière, Artemadoline, Arcis-Quartett.

»Pinocchio“ Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung, Komposition Gordon Kampe

Über 70.000 Zuschauer haben in diesem Rahmen diese Produktionen gesehen und gefeiert.

2000 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Der Lehrer und das Wunderkind«, womit sie im selben Jahr auf die Bookexpo in Chicago eingeladen war. 2005 brachte sie den Lyrik- und Prosaband »Aus der verbotenen Stadt« im Athena-Verlag heraus. Es folgten zahlreiche Rundfunksendungen und Veröffentlichungen in Zeitschriften (»Federwelt«) und Anthologien (»Worthandel«) und (»Liebe und andere Ungereimtheiten«, »Begegnungen« im Athena Verlag). Im Juni 2015 erschien die Publikation „Die Kunst der Empathie. Eine unendliche Geschichte von Regie, Bindung und Führungsstil“ im Akademiker Verlag. 2016 „Begegnungen“ im Athena Verlag.


Born in Bremen Nina Kupczyk is a theatre and film director and author.

Up to now she has directed and produced for Radio Bremen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg (Des Kindes Mozart), at the theatre in Kiel the children’s opera „La figlia del Mago“ (DE), at the Hamburg State Opera House „The Kaiser from Atlantis“, Amadeus Superstar (direction and text) at the Monsun-Theatre Hamburg and at the Theater unterm Dach Berlin, „Vanitas“ by Salvatore Sciarrino (Hamburg Stateopera 2013) , “Cosi fan tutte“ in Opernloft Hamburg (2014/15), „Was ein Prophet auch künde“ a scenic cycle to poems by Daniil Charms (Hamburg Stateopera 2013), as well as various choir projects in Hamburg and Berlin.
Since 2014 she has been writing and developing new formats for young audiences for the Philharmonie Luxembourg and Orchestre Philharmonique du Luxembourg with international teams, ensembles and musicians in four languages:

»Peer Gynt 2.0« Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere (orchestra project)
»Vivaldi’s Last Dance« Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere (orchester project)
»The Sorcerer’s Apprentice« Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere (orchester project)
»Die Sterntaler« Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere
»Cinderella« Philharmonic Luxembourg, direction and lyrics (german, french), composition Ivan Bourmans Coproduction of the Luxembourg Philharmonic / premiere with Festival Lucerne / Swiss premiere
»Bout’chou«, Philharmonic Luxembourg, direction and lyrics (german, english, french, luxemburgish)
»Loopino 2016/17« Philharmonic Luxembourg, 6-part project series with 6 international ensembles, direction and lyrics (luxembourgish, french) / world premieres
„Nutcracker“ Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere (orchestra project)
»Loopino 2017/18« Philharmonic Luxembourg, 5-part project series with 5 international ensembles, direction and lyrics (luxembourgish, french) / world premieres
„Pinocchio“ Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere, composition Gordon Kampe
»Kalif Storch« Philharmonic Luxembourg, direction and text / world premiere (premiere: 22.03.2019)

She shot, together with Studio Hamburg, the cinematic art film „Des Kindes Mozart_sotto voce.in der Nacht“, an „important piece of work demonstrating a theatre in film“ and which was so important that the Board of Film Classification Wiesbaden honoured it with a „Prädikat“ and it was shown at film festivals in Konstanz and Oberhausen as well as the Deutsche Schauspielhaus Hamburg.

Since 1995 Nina Kupczyk has published various texts in magazines and anthologies (Federwelt, Worthandelverlag, S. Fischer-Verlag, Athena-Verlag). Her texts were broadcast by various Radio Broadcasting Corporations (Nordwestradio, Deutschlandfunk). In 2000 she was invited to the Bookexpo Chicago with her novel „The Lehrer und das Wunderkind“.

In 2005 the lyric and prose volume „Aus der verbotenen Stadt“ was published. ln 2013 „Liebe und andere Ungereimheiten“ by Athena-Verlag, in 2015 „Die Kunst der Empathie“ by Akademiker Verlag.
Nina Kupczyk received a scholarship from the Richard Wagner Association, the Music and Theatre College Hamburg, and the International Forum des „Berliner Theatertreffens“.

Nina Kupczyk studied opera direction and multimedial composition at the College for Music and Theatre Hamburg under Peter Konwitschny, Calixto Bieito, Wolfgang Willaschek, Ulf Schirmer and studied Psychology at Bremen University. She sat in/assisted, among others, by Peter Konwitschny, Werner Schroeter und Andreas Homoki at the Bremen theatre, Hamburg State Operahouse and Komische Oper Berlin. She completed her studies with Direction Master courses by Peter Konwitschny.

In the season 18/19 she will perform RUSALKA (Antonín Dvořák) at the Theater Hagen and Kalif Storch at the Philharmonie Luxemburg

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Foto: Max van der Rose/Transform23