Amadeus Superstar/ Theater unterm Dach (TuD) Berlin und Monsun Theater Hamburg

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Ein simultanes Performance-Drama

Das Stück thematisiert den Verlust von Identität durch den Zwang zur Vermarktung der eigenen Individualität. Es stellt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Genie und Wahnsinn und zeigt den Mechanismus der Massenmedien, aus dem Spiel von „A Star is Born“ und anschließender Zerstörung ein Millionengeschäft zu machen.

Die Uraufführung im November 2012 war ein Kooperationsprojekt vom TeAtrum VII Frankfurt und monsun theater
Im Februar und März 2014 war es im Theater unterm Dach Berlin und im Monsun Theater Hamburg zu sehen.

Text und Regie: Nina Kupczyk
Bühne und Kostüme: Pascal Seibicke

Amadeus1: Antje Temler
Amadeus2: Solvejg Runte
Amadeus3: Tom Pidde
Colloredo: Christian Senger
Vater Leopold: Wolfgang Noack
Schwester Nannerl: Ebba Ekholm

Musik: Max van der Rose

In Kooperation mit Transform23

Das Stück wurde von der Rusch-Stiftung gefördert

(…) “Eine lohnende, grandiose Aufführung voller Geist und Schönheit, die Autorin und Regisseurin Nina Kupczyk übertraf sich in Wechsel der Zeiten selbst und setzt sich klug, kritisch mit dem Kult um Superstars auseinander und führt uns vor wie unerträglich diese Welt für die Kunst wurde, die im Kult untergeht.” (…) Der Großstatdtflaneur, Jens Tuengerthal, über “Amadeus Superstar” im Theater unterm Dach, 27.2. 2014

(…) “Wie der Vater den Sohn springen lässt, das sieht man auf der Bühne ganz vorzüglich als Mechanik mit Kleist’schen Scharnieren.”  (…) Der Freitag, Kultur, Jamal Tuschick, über “Amadeus Superstar” im Theater unterm Dach, 28.2. 2014

(…) „bemerkenswert dicht gearbeitete Theaterfantasie über Mozart im Zeitalter der Castingshows.“ (…)

(…) „Denn Kupczyk belädt ihre Vision zwar mit viel teilweise auf Anhieb schwer verdaulichem Text und fordert ihren sechs Akteuren kräftezehrendes Spiel ab. Aber die Intensität ihres Denkens und des Geschehens auf der Bühne nötigt gleichermaßen Respekt ab und gibt dem eigenen Nachdenken gute Nahrung. Reichlich Metaebene steckt in dem Stück, das das geniale Kind in drei Verkörperungen zeigt, dazu den zwischen Zuchtmeister und Sohnesvergötterer oszillierenden Vater Leopold, die seelenwunde Schwester Nannerl und, als teuflischer Medien-Zampano agierend, den Kirchenmann und Impresario Colloredo. Hingehen, lohnt sich. “ (…)

Hamburger Abendblatt 2012

Photo credit:  Max van der Rose