Regisseurin und Autorin Nina Kupczyk

Posted on 14. Juni 2015 in Allgemein — Share this via

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Biographie

„Nina Kupczyk hat in der Vergangenheit durch eine ganze Reihe überaus gelungener Arbeiten auf sich aufmerksam gemacht, etwa „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Zuletzt setzte sie sich unter dem hübsch sperrigen Titel „urmozart@amadeus_total.kind.de“ auf faszinierende Weise mit Mozart auseinander. Der Regie-Guru Peter Konwitschny adelte Nina Kupczyk mit der Feststellung: „Sie können Theater entfesseln.“ (Hamburger Abendblatt, April 2013) 

Nina Kupczyk arbeitet als Regisseurin und Autorin für Theater und Film. Außerdem ist sie Diplom-Psychologin.

Nina Kupczyk stammt aus einer Bremer Künstlerfamilie, in Nachfolge des Komponisten Henryk Wieniawski und begann im Alter von 8 Jahren ihre Bühnenlaufbahn in zahlreichen Rollen und einer Ausbildung zur Tänzerin am Bremer Theater am Goetheplatz bei Lothar Hammes, 1. Solotänzer bei Johann Kresnik und Reinhild Hoffmann. Gleichzeitig erhielt sie Violinunterricht bei der Mutter, die Geigerin und Violin-und Klavierpädagogin ist und beim Vater Franz-Josef Kupczyk (+ 2012), der jahrzehntelang 1. Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Bremen, der Bayreuther Festspiele und Professor für Violine in Bremen und Tokio war. 1990 erhielt Nina Kupczyk auch eine Filmrolle in der ARD-Produktion „Die Geschichte mit Armin“ unter der Regie von Hilde Lermann.

Nina Kupczyk studierte „mit Auszeichnung“ Musiktheater-Regie an der Theaterakademie Hamburg der Musikhochschule Hamburg u.a. bei Wolfgang Willaschek, Peter Konwitschny, Calixto Bieito, Dr. Kerstin-Schüssler-Bach, Prof. Ulf Schirmer, Andreas Kriegenburg u.v.a. und schloss zudem Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie an der Universität Bremen ab. Sie bekam ein Stipendium der Musikhochschule Hamburg, des Richard Wagner Verbandes und des internationalen Forums des Berliner Theatertreffens. Sie hospitierte bzw. assistierte prägend u.a. bei Günter Krämer, Werner Schroeter, Peter Konwitschny und Andreas Homoki an zahlreichen Häusern wie dem Theater Bremen, der Hamburgischen Staatsoper und der Komischen Oper Berlin. Regie-Meisterkurse bei Peter Konwitschny und bei Peter Michael Hamel zur multimedialen Komposition und Weltmusik rundeten ihr Studium ab.

Bereits während ihres Studiums an der Theaterakademie brachte sie 2007 unter ihrer Regie ihr erstes Theaterstück (»Des Kindes Mozart@sotto voce in der Nacht«) bei Radio Bremen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg heraus, das sie mit Studio Hamburg verfilmte. Der Film wurde 2009 von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden als »wichtige filmische Arbeit, die auf ein Theater im Film hinausweist« ausgezeichnet.

Zu ihren bisherigen Inszenierungen zählen: »Der Kaiser von Atlantis« von Victor Ullmann an Hamburgischen Staatsoper, die Kinderoper »La figlia del Mago« an der Oper Kiel, wozu sie auch die Bühnenfassung schrieb, »Amadeus Superstar« am Monsun Theater Hamburg und Theater unterm Dach Berlin (als „bemerkenswert dicht gearbeitete Theaterfantasie“ (Hamburger Abendblatt), Cosi fan tutte am Opernloft Hamburg, diverse Liederabende, Chorprojekte und soziale Projekte, »Vanitas_Everyman« in der Reihe Black Box 20_21 in der Opera Stabile der Hamburgischen Staatsoper, ein Gedichtzyklus des russischen Dichters Daniil Charms, „was ein Prophet auch künde“ in der Reihe „After Work“ der Hamburgischen Staatsoper.

Am 1.12. 2018 hat RUSALKA (Antonín Dvořák) am Theater Hagen Premiere

Seit der Spielzeit 2014/15 schreibt und konzeptioniert Nina Kupczyk in 4 Sprachen für die Philharmonie Luxemburg und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg neue Formate mit internationalen Teams, Ensembles und Musikern für junges Publikum.

Hier entstanden bislang:

»Peer Gynt 2.0« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (/Orchesterprojekt)
»Vivaldis letzter Tanz« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Der Zauberlehrling« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Die Sterntaler« Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung
»Aschenputtel« Philharmonie Luxemburg,  Regie und Text (deutsch, französisch), Komposition Ivan Bourmans Koproduktion der Philharmonie Luxemburg/Uraufführung mit Festival Lucerne/Schweizer Erstaufführung
»Bout’chou«, Philharmonie Luxemburg, Regie und Text (deutsch, englisch, französisch, luxemburgisch)
»Loopino 2016/17« Philharmonie Luxemburg,  6-teilige Projektreihe mit 6 internationalen Ensembles, Regie und Text (luxemburgisch, französisch) / Uraufführungen. Hier entstanden Zusammenarbeiten u.a. mit dem Armida-Quartett, Asya Fateyeva, Anneleen Lenaerts, Ramón Ortega Quero, dem Gemüseorchester Wien u.v.a.
»Nussknacker“ Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Orchesterprojekt)
»Loopino 2017/18« Philharmonie Luxemburg,  5-teilige Projektreihe mit 5 internationalen Ensembles, Regie und Text (luxemburgisch, französisch) / Uraufführungen. Hier entstanden Zusammenarbeiten mit Fabrice Millischer, dem Trio Koch, Adélaïde Ferrière, Artemadoline u.v.a.
»Pinocchio“ Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung, Komposition Gordon Kampe
»Kalif Storch“ Philharmonie Luxemburg, Regie und Text / Uraufführung (Premiere: 22.03.2019)

Über 70.000 Zuschauer haben in diesem Rahmen diese Produktionen gesehen und gefeiert.

2000 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Der Lehrer und das Wunderkind«, womit sie im selben Jahr auf die Bookexpo in Chicago eingeladen war. 2005 brachte sie den Lyrik- und Prosaband »Aus der verbotenen Stadt« im Athena-Verlag heraus. Es folgten zahlreiche Rundfunksendungen und Veröffentlichungen in Zeitschriften (»Federwelt«) und Anthologien (»Worthandel«) und (»Liebe und andere Ungereimtheiten«, »Begegnungen« im Athena Verlag). Im Juni 2015 erschien die Publikation „Die Kunst der Empathie. Eine unendliche Geschichte von Regie, Bindung und Führungsstil“ im Akademiker Verlag. 2016 „Begegnungen“ im Athena Verlag.


 

der-zauberlehrling-IMG_9516-pic-by-mvdrPhoto Credit: Max van der Rose/ Transform23 Proben zu „Der Zauberlehrling“