Regisseurin und Autorin Nina Kupczyk

Posted on 14. Juni 2013 in Allgemein — Share this via

NinaKupczyk

 

„Nina Kupczyk hat in der Vergangenheit durch eine ganze Reihe überaus gelungener Arbeiten auf sich aufmerksam gemacht, etwa „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Zuletzt setzte sie sich unter dem hübsch sperrigen Titel „urmozart@amadeus_total.kind.de“ auf faszinierende Weise mit Mozart auseinander. Der Regie-Guru Peter Konwitschny adelte Nina Kupczyk mit der Feststellung: „Sie können Theater entfesseln.“ (Hamburger Abendblatt, April 2013) 

Nina Kupczyk arbeitet als Regisseurin und Autorin für Theater und Film. Außerdem ist sie Diplom-Psychologin.

Nina Kupczyk (* 1979) stammt aus einer Bremer Künstlerfamilie, in Nachfolge des Komponisten Henryk Wieniawski und begann im Alter von 8 Jahren ihre Bühnenlaufbahn in zahlreichen Rollen und einer Ausbildung zur Tänzerin am Bremer Theater am Goetheplatz bei Lothar Hammes, 1. Solotänzer bei Johann Kresnik und Reinhild Hoffmann. Gleichzeitig erhielt sie Violinunterricht bei der Mutter, die Geigerin und Violin-und Klavierpädagogin ist und beim Vater Franz-Josef Kupczyk (+ 2012), der jahrzehntelang 1. Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Bremen, Professor für Violine in Bremen und Tokio war und mit der Richard Wagner-Medaille noch unter Wieland Wagner ausgezeichnet wurde. 1990 erhielt Nina Kupczyk auch eine Filmrolle in der ARD-Produktion „Die Geschichte mit Armin“ unter der Regie von Hilde Lermann.

Nina Kupczyk studierte „mit Auszeichnung“ Musiktheater-Regie an der Theaterakademie Hamburg der Musikhochschule Hamburg u.a. bei Wolfgang Willaschek, Peter Konwitschny, Calixto Bieito, Kerstin-Schüssler-Bach und schloss zudem Psychologie an der Universität Bremen ab. Sie bekam ein Stipendium der Musikhochschule Hamburg, des Richard Wagner Verbandes und des internationalen Forums des Berliner Theatertreffens. Sie hospitierte bzw. assistierte prägend u.a. bei Günter Krämer, Werner Schroeter, Peter Konwitschny und Andreas Homoki an zahlreichen Häusern wie dem Theater Bremen, der Hamburgischen Staatsoper und der Komischen Oper Berlin. Regie-Meisterkurse bei Peter Konwitschny und bei Peter Michael Hamel zur multimedialen Komposition und Weltmusik rundeten ihr Studium ab.

2000 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Der Lehrer und das Wunderkind«, womit sie im selben Jahr auf die Bookexpo in Chicago eingeladen war. 2005 brachte sie den Lyrik- und Prosaband »Aus der verbotenen Stadt« im Athena-Verlag heraus. Es folgten zahlreiche Rundfunksendungen und Veröffentlichungen in Zeitschriften (»Federwelt«) und Anthologien (»Worthandel«) und (»Liebe und andere Ungereimtheiten«, Athena Verlag).

Bereits während ihres Studiums an der Theaterakademie brachte sie 2007 unter ihrer Regie ihr erstes Theaterstück (»Des Kindes Mozart@sotto voce in der Nacht«) bei Radio Bremen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg heraus, das sie mit Studio Hamburg verfilmte. Der Film wurde 2009 von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden als »wichtige filmische Arbeit, die auf ein Theater im Film hinausweist« ausgezeichnet.

Zu ihren bisherigen Inszenierungen zählen: »Der Kaiser von Atlantis« von Victor Ullmann an Hamburgischen Staatsoper, die Kinderoper »La figlia del Mago« an der Oper Kiel, wozu sie auch die Bühnenfassung schrieb, »Amadeus Superstar« am Monsun Theater Hamburg und Theater unterm Dach Berlin (als „bemerkenswert dicht gearbeitete Theaterfantasie“ (Hamburger Abendblatt), Cosi fan tutte am Opernloft Hamburg, diverse Liederabende, Chorprojekte und soziale Projekte.

Im April 2013 führte sie die Regie von »Vanitas_Everyman« in der Reihe Black Box 20_21 in der Opera Stabile der Hamburgischen Staatsoper. Im September folgte in der Reihe „After Work“ der Hamburgischen Staatsoper ein Gedichtzyklus des russischen Dichters Daniil Charms.

Im Dezember 2014 hatte „Peer Gynt 2.0“ (Text/Regie) an der Philharmonie Luxemburg Premiere, „Vivaldis letzter Tanz“ (Text/Regie) im März 2015.

In der Spielzeit 15/16 kamen “Der Zauberlehrling” (Regie und Text), “Die Sterntaler” (Regie und Text) und “Aschenputtel” (Regie und Text in Deutsch und Französisch) als Koproduktion der Philharmonie Luxemburg mit Festival Lucerne heraus, das Aschenputtel in der Spielzeit 2016/2017 zeigt.

In der Spielzeit 2016/2017 ist sie nun für das Kernstück der Philharmonie „Loopino“ engagiert worden, das bis Mai 2017 sechs Projekte mit 6 internationalen Ensembles umfasst, zusätzlich wird sie Regie und Textfassung für den „Nussknacker“ übernehmen, der im Dezember 2016 Premiere hat.

In der Saison 17/18 wird sie ein weites Mal Konzept, Text und Regie der Reihe „Loopino“ übernehmen, sowie das Libretto schreiben und die Regie übernehmen für die neue Kinderoper „Pinocchio“ mit der Musik von Gordon Kampe.  (UA 28.4. 2018 Philharmonie Luxemburg).

Im Juni 2015 erschien die Publikation „Die Kunst der Empathie. Eine unendliche Geschichte von Regie, Bindung und Führungsstil“ im Akademiker Verlag, 2016 „Begegnungen“ im Athena Verlag.

 

Photo Credit: Sofafotografie Hamburg 

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Photo Credit: Steffen Gottschling

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Photo Credit: Max van der Rose/ Transform23